Madrid - Was war das denn bitte? Antonio Rüdiger, der bullige Abwehrstar von Real Madrid und der deutschen Nationalmannschaft, hat mal wieder für Schlagzeilen gesorgt – und das nicht wegen eines spektakulären Tacklings oder eines Kopfball-Tores. Nein, Rüdiger machte einem Gegenspieler eine Enthauptungsgeste, so meinen zumindest offensichtliche Rassisten wie Julian Reichelt von NIUS. Doch auch die Fans und der Schiri schauten zunächst verdutzt, und die Boulevardzeitungen hatten sofort ihren Skandal: “Rüdiger droht mit Enthauptung!”
Entwarnung - Ein religiöses Missverständnis
Wie Rüdiger später in einer Pressekonferenz erklärte (mit einem breiten Grinsen, das mehr Fragen aufwarf als beantwortete), war die Geste keineswegs eine Drohung, sondern ein religiöses Symbol. “Das war ein Segen, Leute! Ich wollte meinem Gegner nur göttlichen Beistand zusichern”, behauptete der 32-Jährige, während er sich lässig zurücklehnte und an seinem Wasser nippte. “Das ist wie damals bei meinem Tauhid Finger, ich meine natürlich meiner damaligen religiösen Geste!”
Experten sind sich uneinig. Der renommierte Gestikforscher Dr. Halal von der Universität Islamingen analysierte die Szene Bild für Bild und kam zu einem überraschenden Ergebnis: “In der Tat könnte es sich um ein altes Ritual handeln. Die Geste und Praktik sei unter Muslimen in Nahost weit verbreitet und diene der interreligiösen Kommunikation. Weiter erinnere sie an frühmittelalterliche Segenssprüche, nur etwas, äh, dynamischer interpretiert.”
Na dann ist ja alles in Butter. Hier hatte wieder nichts mit gar nichts zu tun!